Ein Adler flog durch die Kirche beim Einzug in den gut besuchten Patroziniumsgottesdienst in Döttingen. Ministrantinnen trugen und bewegten ihn. Der Adler ist das Symbol des Evangelisten Johannes, des Kirchenpatrons von Döttingen. Er flog zum Männerchor, der mit Elvis Presley von der Liebe sang und damit einen wesentlichen Inhalt des Johannesevangeliums, die Liebe, zum Klingen brachte. Der Adler flog weiter zum Tabernakel, zum Altar, zur Osterkerze, zum Ambo und zur Krippe. Von all diesen Orten aus sprach im weiteren Verlauf der Feier jemand zur Gottesdienstgemeinde, Menschen aus dem Johannesevangelium und aus Döttingen. Maria von Magdala erzählte an der Osterkerze, dass sie mehr sieht als das Grab – auch Freundschaft, die trägt und Verbundenheit, die wächst. Petrus erzählte am Ambo, dass er sich diese Verbundenheit auch wünscht, aber nicht so traurig sein will wie Maria. Und der Evangelist Johannes erzählte, wie er Jesus immer mehr verinnerlicht, die Erfahrungen mit ihm sich einverleibt wie geteiltes Brot. Menschen aus Döttingen sprachen am Altar und stellten die Frage, wer hier in der Nachfolge der Apostelin Maria in Zukunft verkündet und das Brot teilt. Und eine Ministrantin mit Blick auf die Krippe fragte an, wie lange die Verbundenheit mit Kindern anhält. Lebens- und Glaubensthemen damals und heute miteinander im Gespräch. Sie knüpften an Gespräche bei einer Retraite der Pfarreigruppen im November an, bei der auch das Patrozinium Thema war und aus der die Vorbereitungsgruppe entstand. Musikalisch von Sonja Jeck mit Orgel, Klavier und Querflöte, vom Männerchor unter Leitung von Armin Hauser und von Sologesang begleitet, teilte die Festgemeinde Brot und segnete Johanneswein. Und traf sich schliesslich im Gemeindezentrum Delta zum gemeinsamen Essen und Trinken, zu dem traditionell die Rauchwürste gehören, die der Männerchor servierte. Das Patrozinium 2025 war ein gelungenes und verbindendes Fest. Danke allen Mitwirkenden.

Bild: Der Männerchor Döttingen unter Leitung von Armin Hauser begleitet von Sonja Jeck am Klavier
Foto: Yvonne Canonica