Fantasien von Telemann und den Bach-Söhnen
Am Freitag, den 18. September, findet um 19 Uhr, in unserer Kirche ein vielseitiger Musikanlass der Reihe « Wort und Musik» statt.
Telemann war der Superstar des Spätbarocks. Sein Ruhm war noch viel grösser als jener von J. S. Bach. Telemann, der stets mit der Zeit ging, komponierte bereist ab 1725 im modernen, postbarocken Stil. Damit passen seine Werke sehr gut zusammen mit der musikalischen Sprache der Bach-Söhne. Die Fantasie nahm in dieser Generation eine besondere Rolle ein. Die Fantasien ermöglichten viele Freiheiten, um der formalen Strenge des Barocks zu entfliehen. Telemann und die Söhne Bachs nutzen diesen Freiraum auf je eigene Weise.
Telemann war der Patenonkel von C.P.E. Bach (Bachs zweiter Sohn). Telemann unterstützte und förderte ihn zeitlebens. Doch auch Bachs erster Sohn, W.F. Bach erfuhr Unterstützung durch Telemann.
Die Fantasien von Telemann beinhalten verschiedene Stile vom höfischen Menuett bis zu über volkstümlichen Tänzen. Sie bewegen sich auf engstem Raum. Hingegen gestalten sich die Fantasien von C.P.E. Bach ausschweifendend und empfindsam. Die Fantasien von W.F. Bach hingegen neigen zu Sturm und Drang. Sie lassen Bizarres und Groteskes erklingen - deren Zerrissenheit auch heute noch modern wirkt.
Somit wird ein vielfältiges Programm erklingen. Die vielfältigen Themen passen in die Gegenwart. Karin Klemm wird mit ihren Texten die Verbindung zu unserer Zeit in Worte fassen. Stefan Müller an der Chororgel und am Claviorganum.
Und übrigens: Neu lassen sich unter «Wort und Musik» auf Instagramm interessante Einblicke und Informationen finden.