Gemeinsam statt einsam - ein ökumenisches Abenteuer
Ein besonderes Treffen fand kürzlich im reformierten und katholischen Religionsunterricht statt: Die Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klasse luden die katholischen Erstklässler zu einem zweistündigen Besuch ein. Das Ziel: Gemeinschaft erleben und Brücken bauen.
Wenn die „Großen“ auf die „Kleinen“ treffen, ist die Aufregung meist auf beiden Seiten groß. Im Rahmen des Religionsunterrichts verwandelten die reformierten Viert- und Fünftklässler ihren Unterrichtsraum in einen Ort der Begegnung für die katholischen Kinder der 1. Klasse.
Ein Programm voller Magie und Kreativität
Die älteren Schüler hatten sich intensiv auf ihre Gäste vorbereitet und ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Als Eisbrecher dienten verschiedene Gemeinschaftsspiele, bei denen schnell erste Berührungsängste abgebaut wurden. Ein besonderes Highlight war die Zaubershow: Mit geschickten Tricks brachten die „Großen“ die Erstklässler zum Staunen und sorgten für leuchtende Augen.
Ruhiger, aber ebenso konzentriert ging es beim Erzählen einer Geschichte und der anschließenden Bastelrunde zu. Hier unterstützten die erfahrenen Schüler die Jüngeren tatkräftig, sodass jedes Kind ein kleines Andenken an diesem Nachmittag mit nach Hause nehmen konnte.
Gemeinschaft am Buffet
Zum Abschluss wurde die Gemeinschaft ganz praktisch gefeiert. Bei einem gemeinsamen Apéro ließen die Kinder die zwei Lektionen ausklingen. Es wurde gelacht, gegessen und geplaudert – ein gelungener Beweis dafür, dass Ökumene bereits im Schulalter spielerisch gelebt werden kann.
Am Ende waren sich alle einig: Die Kinder haben gezeigt, dass das Miteinander über Konfessionsgrenzen hinweg bereichernd für alle Beteiligten ist. Und die älteren Kinder haben festgestellt, dass es ganz schön blöd ist, wenn man Unterricht vorbereitet und das Gegenüber nicht zuhört.
