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Kapelle Full (in Bearbeitung)

Kapelle Full

Gottesdienste und Veranstaltungen

Aktuell sind keine Termine vorhanden.

Kontakt und Informationen

Informationen

Die Kapelle ist täglich ab ca. 9 Uhr - 19 Uhr geöffnet und lädt zum Besuch und Verweilen ein.

Zu den Gottesdienstzeiten informiert Sie unser Pfarrblatt "Horizonte".

 

Kontakt

Kapellenverein Full
Präsident Franz Schmid-Küttel
Neumatt 235,5324 Full
praesident@kapelle-full.ch
056 246 14 87

Die Kapelle kann für Gottesdienste gemietet werden. Man wende sich dazu an das
Pfarramt St. Peter und Paul
Kirchplatz 7
5316 Leuggern
056 245 24 00
leuggern@kath-aare-rhein.ch

Geschichte der Kapelle

Aus der Geschichte

Zur Zeit des Baus der Kapelle im Jahre 1795 durch die Ortseinwohnerschaft gehörte Full zur Herrschaft und zum Kirchspiel Leuggern. Bei der Aufteilung der 1804 entstandenen Grossgemeinde im Kirchspiel  kam  Full  1816  zur  Gemeinde  Oberleibstadt.  Die selbständige Gemeinde Full-Reuenthal besteht erst seit 1832, bis 1902 aber noch ohne den Ortsteil Jüppen, der Leuggern zugehörig war.

Die Nepomukkapelle

Am 13. September 1795 wurde die Kapelle durch den Leuggermer Pfarrer  Delévieleuse  mit  bischöflicher  Erlaubnis  zu  Ehren  des  hl. Johannes Nepomuk eingeweiht.
Ob es sich um einen gänzlichen Neubau oder um eine Vergrösserung einer bereits bestehenden Kapelle handelte, ist nicht ge­klärt. Zumindest deuten die mündliche Überlieferung und eine Glocke von 1729 auf ein älteres Gotteshaus hin. Kapellenpatron Johannes Nepomuk gilt als Für­bitter bei Wassergefahren gilt er doch als Patron der Flösser, Müller, Schiffer und Brücken. Dies erklärt, weshalb die in der Rheinebene wohnenden Fuller ihn zum Patron ihres Kirchleins ernannten. Ausserdem ist er Patron der Beichtväter und Priester; er wird vor allem gegen Verleumdungen angerufen.

Mehr Schein als Sein

Unter einem Kuppelbaldachin zeigt das Hochaltarbild den Heiligen. Zwei Engel öffnen die Vorhänge des Bal­dachins und geben den Blick auf Nepomuk frei. Aller­dings: Der Baldachin ist zweidimensional, gemalt auf die Scheitelwand des Chors. Improvisiert wurde auch bei den Seitenaltären, denn die Säulen und das Gebälk der hölzernen Altaraufsätze sind lediglich Malereien. Offensichtlich wollten die Fuller, um Kosten zu spa­ren, mit möglichst wenig Aufwand eine ansprechende Ausstattung ihrer Kapelle erreichen.

Gnadenbild mit Wickelkindern

Im Kapellenschiff verdient ein Bild besondere Auf­merksamkeit: Es zeigt Maria mit dem Jesuskind, um­geben von fünf Wickelkindern, eines davon ist golden. Früher haben vor allem Wöchnerinnen dieses Bild ver­ehrt. Wahrscheinlich stammt es aus dem habsburgi­schen Raum, zu dem bis vor gut 200 Jahren auch die gegenüberliegende Rheinseite gehörte. Der Bezug des Gemäldes zu Österreich ist gegeben: Die Darstellung der Gottesmutter - ohne die Wickelkinder - lehnt sich an das berühmte Gnadenbild «Mariahilf» im Innsbru­cker Dom an. Kopien des Bildes befinden sich in un­zähligen Kirchen und Kapellen im deutschsprachigen Raum. Ein Abbild hängt auch unter der Empore der Fuller Kapelle. Kaiserin Maria Theresia war eine grosse Verehrerin des Gnadenbildes. Nach der glücklich er­folgten Geburt des Thronfolgers und späteren Kaisers Josefs II. 1741 schenkte sie dem Innsbrucker Gnaden­bild eine Figur aus Gold, deren Gewicht demjenigen des Neugeborenen entsprach. Auf diese Votivgabe weist das goldene Wickelkind auf dem Fuller Gemälde hin. Auf dem Bild ist zudem die Krone der Erzherzoge von Österreich dargestellt.

In der Kapelle hängt ein Bild der 14 Nothelfer, das mit dem Baujahr datiert ist. Der vorhandene Kreuzweg stammt wohl aus der Zeit um 1900.

Die Fuller Einwohner haben die Kapelle auf eigene Kosten gebaut und in der Folge unterhalten. Erst 1947 sorgte die Kirchgemeinde Leuggern dafür, dass ein Kapellenverein gegründet wurde, der die Kapelle als Eigentum von der Einwohnergemeinde übernahm. Die letzte grössere Renovation, vor allem aussen, führte der Kapellenverein 1995 aus.

2015/16 standen weitere dringende Renovationsarbeiten an. In der Dokumentation der Baugeschichte (PDF-Datei) können die verschiedenen, in der Vergangenheit durchgeführten Renovationsschritte nachgelesen werden.

Die Renovation 2015/16

Folgende Vorbereitungen und Renovierungsarbeiten wurden durchgeführt:

  • Analyse, Untersuchung der Bausubstanz
  • Dach
  • Mauertrockenlegung
  • Eingangstüre und Vordach
  • Fenster bzw. äussere Schutzverglasung
  • Estrich
  • Wände und Decken
  • Malereien
  • Seitenaltäre mit Bildern
  • Altar
  • Bänke und Boden
  • Ausstattung wie Bilder, Kreuzweg, Statuen und Beleuchtung
  • Turmkreuz

Detailliertere Informationen dazu können im Voruntersuchungsbericht (PDF-Datei) nachgelesen werden.

 

Demontage des linken "Seitenaltares"

Restauratorinnen bei den letzten Arbeiten am Hochaltar

Die ganze Kapelle war eingerüstet

Die im unteren Teil freigelegten Bruchsteinmauern

Das von beinahe allem Gips befreite Gerüst der Decke

Spendenaufruf - Schlussspurt

Der Kapellenverein Full, als Besitzerin der Kapelle, ist für den Erhalt dieses einzigartigen historischen Kulturgutes zuständig. Mit der umfassenden Renovation hat er seine Verantwortung wahrgenommen.

Die Renovationsarbeiten in der Fuller Kapelle gehören bereits der Vergangenheit an. Nur die Finanzierung konnte noch nicht abgeschlossen werden. Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit Architekt, Denkmalpflege und den zwanzig verschiedenen Handwerksbetrieben aus dem Kirchspiel und der weiteren Umgebung fachgerecht und zur vollen Zufriedenheit aller ausgeführt. Dank Ihrer grosszügigen finanziellen Unterstützung konnten wir die Renovationsarbeiten gut starten und ausführen. Dazu sind wir Ihnen zu grossem Dank verpflichtet.

Ein paar Zahlen zu den Renovationskosten:

Voruntersuchungen, Sondierungen und die komplette Innenrenovation, Wärmedämmarbeiten und Teilsanierung der Aussenhülle    Fr.   544‘731.20

Spenden aus Institutionen, Gewerbe und Privatpersonen    Fr. 466‘916.65

Restschuld    Fr.   77‘814.55

So gelangen wir mit der Bitte an Sie, uns mitzuhelfen, auch die finanzielle Seite der Renovation zu einem guten Ende zu führen. Wir sind Ihnen sehr dankbar für jede Unterstützung. Sie helfen uns damit, das religiöse und kulturelle Kleinod auch für künftige Generationen zu erhalten.

Spenden an den Kapellenverein zu Gunsten der Renovationskosten der Kapelle können steuerlich in Abzug gebracht werden.

Für ergänzende Fragen steht Ihnen der Präsident, Franz Schmid, Neumatt 235, 5324 Full, Tel. 079 832 11 81 gerne zur Verfügung.

Spenden-Konto: Raiffeisenbank Aare-Rhein, 5316 Leuggern, Postkonto 50-4467-0 zu Gunsten von Kapellenverein Full, 5324 Full-Reuenthal, IBAN CH57 8070 1000 0024 4640 3
Einzahlungsschein im PDF-Format

Bilder der in neuem Glanz erstrahlenden Kapelle

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