Ein Wochenende - mit Gott
Die Villa Jugend – Ein Wochenende mit Gott
Am Freitagabend, dem 1. Mai herrschte am Bahnhof Döttingen Aufbruchstimmung. Un-gewöhnlich viele Eltern und Kinder hatten sich bei der Bushaltestelle versammelt. Der Grund: 28 Jugendliche der 6. Klasse machten sich im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts aus dem Pastoralraum Aare-Rhein gemeinsam mit den Leiter*innen voller Vorfreude und positiv gestimmt auf den Weg nach Aarburg.
Dort angekommen hiess es dann: «Nur noch fast eine Stunde bis zum eigentlichen Ziel: die Villa Jugend!» Die Blicke der Jugendlichen waren unbezahlbar. Mit der festen Überzeugung, das dem tatsächlich so ist, marschierten sie vom Bahnhof los, und die Erleichterung war gross, als nach wenigen Minuten die Gruppe mit dem ganzen Gepäck dann mitten in einem Park mit vielen Bäumen stand und aus dem Staunen gar nicht mehr rauskam.
Die Villa Jugend ist nämlich eine Gruppenunterkunft der Katholischen Kirche. Neben den Übernachtungsmöglichkeiten bietet die Villa mit mehreren Aufenthaltsräumen und einem Raum der Stille im Dachgeschoss ein wunderschönes Ambiente. Der ideale Ort für grosse und kleine Gruppen.
Nach dem feinen Abendessen haben die Jugendlichen spannende Einblicke aus erster Hand in den Religionsunterricht der 7./8. Klasse erhalten. Da durfte auch eine Kennenlern- und Spielrunde nicht fehlen und das erst noch im Dunkeln. Der Spass war vorprogrammiert. Zur Belohnung gab es feinen Kuchen, von Eltern selbst gebacken. Da lässt man sich nicht zweimal bitten. So richtig schlafen wollte aber niemand, zu gross war die Aufregung.
Am Samstag hatte der Weckdienst alle Hände voll zu tun. Nach einem Morgenimpuls gab es Frühstück mit sogar selbst gemachter Erdbeermarmelade. Lecker! Anschliessend haben sich die Jugendlichen mit den Leiter*innen getroffen, um darüber zu diskutieren, was es braucht, damit man sich in einer Gruppe wohlfühlt bzw. damit eine Gruppe funktioniert. Die Jugendlichen waren sich diesbezüglich einig, eine ideale Voraussetzung für das zukünftige gemeinsame Unterwegssein. Auch ein Bibeltext über Gemeinschaft durfte nicht fehlen, und der Film «Firmriss» hat klar aufgezeigt, was eben nicht wirklich förderlich für eine gute Gemeinschaft ist und diese auch zerbrechlich sein kann.
Eine nicht alltägliche Aufgabe war für die Jugendlichen, sich selbst einen Brief zu schreiben, in dem sie Fragen über ihr zukünftiges Leben beantworteten. Sie werden ihn erst wieder in 2,5 Jahren auf dem Firmweg erhalten.
Spiel und Spass mit den beiden Blauring-Leiterinnen aus Leuggern standen ebenfalls auf dem Programm. Alle waren neugierig und motiviert, sich gemeinsam auf der grünen Fläche unter der Sonne auszutoben. Die Freude darüber stand den Jugendlichen ins Gesicht geschrieben. Ausgepowert und mit vielen neuen Eindrücken ging es weiter.
Ein besonderes Highlight war der «Bunte Abend». Die Jugendlichen hatten in Gruppen einen Sketch vorbereitet, in dem je 5 Wörter vorkommen mussten und sich auch so ziemlich lustig verkleidet. Nach dem Abendessen kam man in das Vergnügen, die Gruppen bei der Aufführung zu sehen. So manch eine/r kam aus sich heraus, es wurde gelacht und gefeiert. Da haben sich einige richtig ins Zeug gelegt. Dazwischen wurden Lieder in Begleitung der Gitarre gesungen. Auch persönliche Worte anhand eines Elfchens über Jesus kamen nicht zu kurz. Ein wahrhaft gelungener Abend.
Am Sonntag ging es Richtung Gottesdienst in die Kirche Guthirt gleich nebenan. Die junge bzw. «junggegebliebene» Gruppe wurde vom Pfarrer herzlich und sogar persönlich begrüsst: so viele Jugendliche, das sei wie ein «Frühling in der Kirche», hiess es vom Altar. Das war ein schöner, wertschätzender Empfang. Die Gruppe wurde vom Pfarrer und auch vom neuen Pastoralraumleiter mit einem Lächeln und einem guten Wunsch in die neue Woche verabschiedet. Nach dem Aufräumen gab es wohlverdient Cervelat und Landjäger vom Grill. Ein krönender Abschluss, der begeisterte.
Ein herzliches Dankeschön an Yvonne Zimmermann und die beiden Helferinnen, die für das leibliche Wohl aller gesorgt haben! Mit grossartigen Erfahrungen, einem gestärkten Gemeinschaftsgefühl und mit viel Dankbarkeit sind die Kinder am Sonntagabend wieder ihren Eltern am Bahnhof in die Arme gefallen. Welch ein schöner Anblick! Ein Wochenende, dass lange in guter Erinnerung bleiben wird. Ein Wochenende das verbindet. Ein Wochenende - mit Gott.
(Bericht und Fotos von Jugendseelsorger Christian Coric)